Luxemburger Rundstreckenmeisterschaft

Dumont will seinen Titel verteidigen

Am kommenden Wochenende beginnt mit dem 100 Meilen-Rennen auf dem Nürburgring die neue Saison der Luxemburger Rundstreckenmeisterschaft. In diesem Jahr stehen Rennen in Luxemburg, Deutschland und Frankreich im Kalender. Da am letzten Montag die Ecurie-Motoclub Goodyear entschieden hat die am 5. und 6. Juli vorgesehene Veranstaltung abzusagen dürfte somit das vorgesehene Reserverennen (100 Meilen) in Dijon definitiv in den Kalender aufgenommen werden. Dieser beinhaltet Langstrecken- und Sprintrennen, bei der Punktvergabe wird zwischen den beiden Rennmodi keinen Unterschied gemacht. Allerdings gibt es einen Unterschied bei den Endurance-Wettbewerben, hier gibt es mehrere 100 Meilen- und ein Vierstunden-Rennen. Um in der Abschlusstabelle der Meisterschaft aufgeführt zu werden muss ein Teilnehmer mindestens zwei Rennen in Luxemburg bestritten haben. In diesem Jahr wird sich den Lizenzierten dafür genügend Gelegenheit bieten. Bei den zwei verbliebenen Veranstaltungen werden vier Sprintrennen ausgetragen.
Wenig Interesse für das Eröffnungsrennen
Allerdings zeigen die Luxemburger Piloten für die Eröffnung in der Eifel kaum Interesse, lediglich drei Autos mit einheimischen Lizenzierten sind gemeldet. Da Jean-Marie Dumont Ambitionen auf den Titel hegt, wird er die komplette Meisterschaft bestreiten. Nach dem 24 Stunden-Rennen Mitte Januar in Dubai wurde sein BMW M3 E46 fast vollständig zerlegt, dabei wurden die Federung und die Lenkung mit Neuteilen versehen, zudem wurde der Motor von Grund auf überholt. Auf dem Nürburgring wird Dumont sich mit dem Franzosen Frédéric Schmit ablösen. Der geplante Ersteinsatz des BMW Serie 1 wurde von DUWO-Racing vorerst noch zurückgestellt. Christian Franck (Renault Clio RS) hingegen wird das Rennen auf der GP-Strecke des Nürburgrings alleine bestreiten, für die neue Saison hat er sich einen leistungsstärkeren Motor aufbauen lassen. Das dritte Auto im Bunde ist der Seat Supercopa von Max und Steve Schmitz. Die Zwillinge werden dann Mitte Mai beim 4-Stunden VLN Marathon auf der Nordschleife Verstärkung durch Armand Linster bekommen. Ab diesem Rennen plant Guy Hoffeld in die Meisterschaft einzugreifen. Nachdem er in der Zwischensaison Gerry Schanen den ex-DUWO BMW M3 E36 abgekauft hat, hat er mit einer Grundüberholung begonnen. Für das Langstreckenrennen im Mai gibt es ein größeres Interesse bei den Luxemburger Piloten. Genau wie Charles Kauffman, Georges Ettinger und Patrick Wilwert (Honda S 2000) wird dort Tony Feidt (Porsche 997 Cup) am Start sein. Feidt hat zusammen mit dem Deutschen Michael Klein beim Saisonbeginn der VLN-Langstreckenmeisterschaft am letzten Samstag Platz 21 belegt. Auf der Strecke in Colmar-Berg wird man ihn allerdings nicht sehen, er arbeitet auf eine Teilnahme beim 24-Stunden Rennen Ende Mai in der Eifel hin. Einen Einsatz im VLN-Rennen sehen ebenfalls Alain Pier (Opel Astra OPC) und Mike Schmit (Suzuki Swift) vor. Maarten Mus beabsichtigt dort auch mit von der Partie zu sein. Vermutlich werden bis dahin wohl noch einige andere ihre Karten aufdecken. Dem ersten Augenschein nach scheint das Starterfeld für die Rennen in Colmar-Berg mit wesentlich mehr Fahrern gespickt zu sein.
Romain Heckemanns / 16. April 2008


Kalender Luxemburger Rundstreckenmeisterschaft 2008
19.-20. April : Nürburgring (100 Meilen)
10. Mai : Nürburgring (VLN)
7.- 8. Juni : Coupe Goodyear – Colmar-Berg
30. – 31. August : Challenge Goodyear – Colmar-Berg
18.- 19. Oktober : Hockenheim (100 Meilen)
Reserve-Veranstaltung: 6.- 7. September : Dijon (100 Meilen)